{"id":222,"date":"2019-01-24T12:24:15","date_gmt":"2019-01-24T12:24:15","guid":{"rendered":"http:\/\/signitforward.wpengine.com\/?p=222"},"modified":"2019-01-31T14:37:00","modified_gmt":"2019-01-31T14:37:00","slug":"34-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/signitforward.com\/de\/34-35\/","title":{"rendered":"34-35 Ehzieher\/Innen\/Kindergartenpersonal"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<h2>Ehzieher\/Innen\/Kindergartenpersonal<\/h2>\n<p><strong>Welchen Rat geben Sie den Mitarbeitern eines Kindergartens, der ein Kind mit Geb\u00e4rdenbedarf aufnimmt?<\/strong><\/p>\n<p>Formulieren Sie einen genauen Plan, bevor das Kind zu Ihnen kommt \u2013 und beginnen Sie auch schon im Voraus mit den Geb\u00e4rden.<\/p>\n<p>Fangen Sie am besten an, mit Ihrer Kindergruppe zu geb\u00e4rden, sobald Sie wissen, dass Sie einen Neuling mit Geb\u00e4rdenbedarf bekommen werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen Sie und die Kinder die Verst\u00e4ndigung mit Geb\u00e4rden vorab ausprobieren, und das Bed\u00fcrfnis des neuen Gruppenmitglieds steht nicht so im Mittelpunkt. Arbeiten Sie z. B. mit \u201eGeb\u00e4rden der Woche\u201c, singen Sie Geb\u00e4rden-Lieder, lernen Sie zusammen Spielverse und kennzeichnen Sie Spielzeugkisten und M\u00f6bel mit Geb\u00e4rden-Bildern.<\/p>\n<p>Planen Sie den Einstieg sorgf\u00e4ltig. Kinder mit Sprachschwierigkeiten m\u00fcssen eine besonders gute Bindung zu ein paar Erwachsenen entwickeln, die sich in der Eingew\u00f6hnungsphase bewusst Zeit nehmen, um die Kommunikation dieser Kinder zu verstehen. Auch wenn im Prinzip alle p\u00e4dagogischen Mitarbeiter f\u00fcr die Entwicklung aller Kinder zust\u00e4ndig sind, empfiehlt es sich, spezielle Ansprechpartner\/innen zu ernennen, die besondere Verantwortung f\u00fcr die laufende Arbeit \u00fcbernehmen und den Kontakt zu Eltern, Kindergartenleitung und anderen beteiligten Institutionen (Logop\u00e4de\/in usw.) halten.<\/p>\n<p>Geben Sie der Eingew\u00f6hnungsphase Zeit, ruhig ein halbes Jahr. Das erm\u00f6glicht den Eltern, so lange wie n\u00f6tig dabei zu sein, und anschlie\u00dfend haben vor allem die verantwortlichen Erzieher\/innen Gelegenheit, das Kind mit verschiedenen Aktivit\u00e4ten vertraut zu machen, seine Art der Kommunikation kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Die verantwortlichen Erzieher\/innen planen dann zusammen mit den Kollegen Aktivit\u00e4ten und Material, entsprechend den Bed\u00fcrfnissen des Kindes. Hierbei geht es darum, das Kind wirklich auf seinem gegenw\u00e4rtigen Entwicklungsstand \u201eabzuholen\u201c und darauf aufzubauen. Versuchen Sie bei der Auswahl der Besch\u00e4ftigungen auf die Interessen des Kindes einzugehen; das ist der beste Weg, um zu spontaner Kommunikation anzuregen und Anerkennung zu vermitteln. Beziehen Sie nach und nach andere Kinder ins Spiel ein, am besten erst ein Kind, dann weitere. Passen Sie die Aktivit\u00e4ten immer an die Kinder an und nicht umgekehrt! Manche Kinder kommen vielleicht am besten zurecht, wenn sie nicht die ganze Zeit mitmachen, sondern nur am Anfang oder Ende einer Aktivit\u00e4t. Planen Sie die T\u00e4tigkeiten entsprechend in diesem Fall, und erkl\u00e4ren Sie dem Kind genau, was es tun soll, damit es die begrenzte Teilnahme nicht als Scheitern empfindet.<\/p>\n<h2>Wie sollte man vorgehen, wenn sich erst im Kindergarten herausstellt oder der Verdacht aufkommt, dass das Kind eine Erg\u00e4nzung zur Lautsprache ben\u00f6tigt, damit sich Kommunikation und Sprache entwickeln?<\/h2>\n<p>Denken Sie hier \u00e4hnlich, wie bei der Neuaufnahme eines Kindes. W\u00e4hlen Sie eine\/n Hauptverantwortliche\/n, der\/die als Kontaktperson f\u00fcr alle Beteiligten fungiert und sich auch mehr Zeit f\u00fcr das Kind und seine kommunikativen Voraussetzungen nimmt. Es ist nie falsch, Geb\u00e4rden einzuf\u00fchren. Warten Sie nicht auf Anweisungen von anderen, wenn es darum geht, sich f\u00fcr eine Kommunikationsform zu entscheiden und geeignete W\u00f6rter bzw. Geb\u00e4rden auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Was sollte man im Kindergarten in Bezug auf Geb\u00e4rden noch bedenken?<\/h2>\n<p>Lassen Sie Geb\u00e4rden in alle Kindergartenaktivit\u00e4ten mit einflie\u00dfen, so dass sie nicht zur Mehrarbeit, sondern Teil Ihres regul\u00e4ren Kommunikations- und Sprachtrainings mit den Kindern werden. Damit das gelingt, m\u00fcssen Sie sich Zeit f\u00fcr Vorbereitung und Weiterbildung nehmen. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es ratsam, dass alle Mitarbeiter einen Geb\u00e4rdenkurs absolvieren. Oder, nach den Worten einer Mutter: \u201eMein Kind sollte sich doch auch, genau wie andere Kinder, aussuchen d\u00fcrfen, mit wem es kommunizieren m\u00f6chte, und alle Kindergartenmitarbeiter sollten wohl in der Lage sein, mit meinem Kind zu kommunizieren.\u201c Es liegt in Ihrer Verantwortung als Erzieher-\/in, wie die Kinder Geb\u00e4rdenkommunikation erleben \u2013 nicht als etwas Unnat\u00fcrliches, sondern als eine Form des \u201eSprechens\u201c. Das setzt voraus, dass alle mitmachen, damit sich die Kinder mit allen Mitarbeitern ohne Dolmetscher unterhalten k\u00f6nnen. Denken sie daran, dass Kinder Vorbilder brauchen, geb\u00e4rden Sie also in allen m\u00f6glichen Situationen. Ein Kind, das Geb\u00e4rden braucht, lernt viel beim Zuschauen, wenn andere miteinander geb\u00e4rden: Kinder mit Erwachsenen, Kinder mit Kindern, Erwachsene mit Erwachsenen.<\/p>\n<p>Bereiten Sie Spiele vor, bei denen Geb\u00e4rden einen nat\u00fcrlichen Bestandteil des Ablaufs bilden. \u00dcben Sie zum Beispiel verschiedene Schritte eines Rollenspiels und vermitteln Sie die daf\u00fcr ben\u00f6tigten Handzeichen und Wendungen.<\/p>\n<p>Planen Sie f\u00fcr das Kind \u201eQualit\u00e4tszeit\u201c mit einem Erwachsenen ein. Kinder, die nicht sprechen, kommen erfahrungsgem\u00e4\u00df viel zu selten zu Wort, wenn ein Schwarm anderer Kinder in der N\u00e4he ist. Spielen Sie mit dem Kind, spielen Sie z. B. Interaktionsspiele, Nachahmungsspiele, Rollenspiele, lesen Sie gemeinsam B\u00fccher und spielen Sie Brettspiele. Bereiten Sie das Kind auf Themen, Lieder und Spiele vor, die Sie f\u00fcr die ganze Gruppe geplant haben.<\/p>\n<p>Bleiben Sie in der N\u00e4he des Kindes, aber \u201ebewachen\u201c Sie es nicht. Geben Sie ihm bei Bedarf Anleitung zu sinnvollen Besch\u00e4ftigungen und spielen Sie mit anderen Kindern.<\/p>\n<p>Informieren Sie die Eltern Ihrer Kindergruppe und berichten Sie mit Stolz \u00fcber Ihr Engagement als geb\u00e4rdender Kindergarten. H\u00e4ngen Sie, gut sichtbar f\u00fcr alle Besucher des Kindergartens, Informationstafeln zum Thema und die \u201eGeb\u00e4rden der Woche\u201c aus.<\/p>\n<p>Verwenden Sie Geb\u00e4rden in der Gruppe, auch wenn das Kind mit dem gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4rdenbedarf nicht da ist.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text] Ehzieher\/Innen\/Kindergartenpersonal Welchen Rat geben Sie den Mitarbeitern eines Kindergartens, der ein Kind mit Geb\u00e4rdenbedarf aufnimmt? 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